Vorzugsmilch vom Weidenhof erhält Auszeichnung der LAND & GENUSS Trophy 2019

PRESSEMELDUNG, Berlin/Dohren 20.2.2019 | Eine fachkundige Jury aus prominenten Vertretern Frankfurts (Gastronomie, Handel und Medien) hat im Februar regionale Produkte verkostet und die Sieger gewählt. Die Vorzugsmilch des Weidenhofs in Wächtersbach zählt zu den Siegern und wird auf der diesjährigen Messe besonders geehrt.

Die öffentliche Preisverleihung mit Überreichung der Urkunde findet am Freitag, 22. Februar 2019 um 13:30 Uhr im Rahmen der LAND & GENUSS auf dem Messegelände in Frankfurt statt. Der DLG- Hauptgeschäftsführer, Dr. Grandke, wird die Ehrung vornehmen. Claudia Müller vom Weidenhof in Wächtersbach wird die Urkunde vor Ort entgegen nehmen. (Update vom 22.2.2019, 14:00h | Fotos von der Übergabe der Urkunde finden sich am Ende des Beitrags)

Messebesucher haben die Gelegenheit, alle ausgezeichneten Produkte am Trophy-Stand zu verkosten. Hier können sich Messebesucher über die Siegerprodukte und Hersteller informieren, von denen viele mit eigenen Ständen vertreten sind. Natürlich präsentiert der Weidenhof neben seiner ausgezeichneten Vorzugsmilch weitere Milchprodukte aus seinem Sortiment. Alle Erzeugnisse werden handwerklich in der eigenen Hofmolkerei produziert und verpackt und von den Betreibern direkt regional vermarktet. Der Weidenhof im Main-Kinzig-Tal betreibt seit 23 Jahren die Direktvermarktung seiner Milch und Milchprodukte.

Als Landmarkt-Betrieb kooperiert der Weidenhof mit dem regionalen Lebensmitteleinzelhandel. Der Weidenhof hat heute fast 40 Mitarbeiter, beliefert regelmäßig über 550 Haushalte, betreibt seit 2007 einen eigenen Hofladen. Neben Fleisch und Milchprodukten der eigenen Tiere werden hier auch regionale Produkte ausgewählter Partnerbetriebe verkauft.
Vorzugsmilch ist die Verkehrsbezeichnung für naturbelassene Milch, die nach dem Melken lediglich gefiltert, gekühlt und abgefüllt wird. Nur Betriebe mit einer speziellen Zulassung dürfen Rohmilch als Vorzugsmilch in den Handel bringen. Der Weidenhof ist der einzige Vorzugsmilchbetrieb im Bundesland Hessen.

Kontakt: BMV e.V. | Bundesverband der Milchdirektvermarkter und Vorzugsmilchproduzenten. Up’n Saal 7, 21255 Dohren |presse@milch-und-mehr.de, www.milch-und-mehr.de
Geschäftsstelle: Antje Hassenpflug, GF, 04182. 291 80 01.

Die Land und Genuss ist die Erlebnismesse der DLG. Sie findet jährlich im Februar in Frankfurt statt. Für alle Fragen rund um Land und Genuss-Trophy: trophy@landundgenuss.de
https://www.landundgenuss.de/land-und-genuss-trophy/
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Ein ausführliches Hofporträt über den Weidenhof finden Sie hier.

UPDATE | Bilder von der Prämierung am 22.2.2019 zur freien Verwendung.

Hofporträt: Der Hielscher Hof. Witzheldener Bauernkäse

Der Hielscher Hof in Leichlingen wird seit 1953 als Milchviehbetrieb geführt. 1981 hat Bernd Hielscher den Betrieb übernommen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Veredelung der eigenen Milch in der Hofkäserei. Was den landwirtschaftlichen Betrieb mit seiner Hofkäserei noch auszeichnet, verrät Bernd Hielscher in diesem Hofporträt.

Hinter dem Hielscher Hof stehen viele engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die 40 Angestelle sind es, inklusive Aushilfen und Service-Kräfte. Bernd Hielscher, der einst Landwirtschaft in Soest studierte, ist Gesamtverantwortlicher für das Gesamtkunstwerk Hielscher Hof. Am meisten in der Vermarktung – und bei den Tieren. Denn auf einem Milchviehbetrieb dreht sich erst einmal alles um die Tiere.

Für den Erfolg eines direktvermarktenden Betriebes mit Landwirtschaft und Käserei, Hofladen und Gastronomie hängt viel von den Mitarbeitern ab. Umso wichtiger, dass hier alle motiviert sind, sich gegenseitig unterstützen und gut mitziehen. Till Roder aus Mecklenburg Vorpommern leitet die Landwirtschaft. Mit ihm bespricht Bernd Hielscher das Tagesgeschäft und strategische Entscheidungen.

Im Stall sorgen zwei feste Mitarbeiter für reibungslose Abläufe. Und dann gibt es noch Dagmar Barbic-Hoofs. Sie ist seit 15 Jahren auf dem Hielscher Hof und hat im Büro alle Fäden in der Hand, von Lohnbuchhaltung und Kundenverwaltung bis zum Wiederverkäufer Management. Ehefrau Ute Hielscher ist die Chefin vom Restaurant, der ausgezeichneten Bauernhofgastronomie Rusticus.

„Ich bin immer noch gern und viel im Stall. Das ist immer noch an erster Stelle. Wenn ein Kalb krank ist, dann gibt’s auch keine Nacht.“ (Bernd Hielscher. Sein Slogan: Mit der Kuh per du.)

Wenn ein neues Kälbchen kommt, lässt Bernd Hielscher heute noch alles stehen und liegen.

Das Rusticus | Frische Produkte und rustikales Ambiente

1998 erwarben die engagierten Landwirte das 250 Jahre alte Fachwerkhaus und bauten es mit alten Materialien und viel Liebe zum Detail wieder auf. Im November 2003 eröffneten sie das Rusticus. Mit 120 Plätzen im Innenbereich und 250 Außen-Plätzen im Biergarten bietet die gemütliche, rustikale Einrichtung viel Platz, tolle Ausblicke auf grüne Wiesen und eine tolle Speisenkarte.

Das Fachwerkhaus beherbergt heute die ausgezeichnete Bauernhof-Gastronomie Rusticus, die zum Hielscher Hof gehört. Natürlich gibt es auch hier den Witzheldener Bauernkäse.

Vom Morgen bis zum Abend können Besucher hier familienfreundliche kulinarische Auszeiten genießen, vom Frühstücksbuffet (Samstags, Sonntags und Feiertags) bis zum Vesperteller, von Salat und Spätzle bis zu Schnitzel und Fleischkäse. Das Rusticus hat – natürlich – auch seine eigene Website.

Der Clou: Für die Speisen im Rusticus verwenden Hielschers die Milch ihrer Tiere, selbsthergestellte Spezialitäten aus der Hofkäserei, zum Beispiel Quark, Joghurt, Eiscreme, Weichkäse, Dickmilch, Schnittkäse in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dazu Rinderwurst und – fleisch der eigenen Tiere.
Für das ganze Konzept und die Qualität ihrer Speisen wurden die Betreiber vor acht Jahren als erste Bauernhofgastronomie im Bergischen und Oberbergischen Land von der Landwirtschaftskammer NRW mit drei goldenen Kaffeetassen ausgezeichnet.

Stall, Käserei & Hofladen – und: Bergischer Zwieback

Der Hofladen macht mit seinem tollen Angebot Appetit auf mehr Regionalität.

220 Milchkühe plus eigene Nachzucht umfasst die Herde aktuell. Die weiblichen Tiere behalten und vermarkten die Hofbetreiber. Eine Besonderheit des Hofes: „Alles, was eine klassische Schweinewurst ist, machen wir als reine Rindfleisch-Produkte,“ so Hielscher. Das Wurtsortiment können die Kunden zum Beispiel auf der Vesperplatte probieren oder sich aus dem Hofladen mit nach Hause nehmen.

Seit 22 Jahren schon verarbeiten Hielschers eigenen Teil der Milch ihrer Kühe in der hofeigenen Käserei. Ganz natürlich, ohne Zusatzstoffe, handwerklich verarbeitet. Der frisch gemolkenen Rohmilch werden, nach dem schonenden Pasteurisieren, natürliche Bakterienkulturen und echtes Lab zugegeben. Von der Bearbeitung des Käsebruchs über das Salzbad bis hin zur ständigen Pflege während der Reifephase ist alles Handarbeit.

Ein Blick in den Reifungsraum der Hofkäserei auf dem Hielscher Hof.

Hergestellt werden so tagesfrische Vollmilch, Buttermilch, Quark und Schichtkäse, Joghurt, Schnitt- und Weichkäse, Molke und sogar Eiscreme. „Diese aber nur fürs eigene Restaurant“, lacht Bernd Hielscher auf Nachfrage. „Im Hoflandkeller haben wir ein kleines Eislabor, in dem wir für die Gäste des Rusticus Speiseeis in den Geschmacksrichtungen Zitrone, Erdbeer, Nuss, Schoko und Vanille herstellen. Die exotischste Sorte ist gleichzeitig die heimatverbundenste: Bergischer Zwieback. Das ist entstanden aus einer Zusammenarbeit mit dem Slow Food Arche Passagier Projekt.

Ein Drittel ihrer Milch vermarkten die Landwirte pro Jahr direkt in Form von Käse und anderer Milchprodukte.  Der Rest geht an die Großmolkerei Friesland Campina in Köln. Viel pasteurisierte Landmilch verkaufen Hielschers an die Cafés in der Region, alle Produkte sind natürlich auch im eigenen Hofladen erhältlich.

Alle Nahrungsmittel im Hofladen kommen vom eigenen Hof oder von regionalen Lieferanten (zum Beispiel Eier, Honig, Eierlikör, Wildwurst). Befreundete Betriebe liefern zum Beispiel eingelegtes Gemüse undZiegenkäse, saisonal kommen auch andere tolle Produkte dazu, wie Sanddornprodukte aus dem Norden. Zwei feste Mitarbeiter kümmern sich um die reibungslosen Abläufe im Hofladen, koordinieren eigenständig mit den Inhabern. Auf die Frage, wie sich die Partnerschaft mit dem Gartenbaubetrieb Schmidt Haus gestaltet, erklärt Bernd Hielscher:
„Wir wirtschaften auf zwei aneinander grenzenden Grundstücken. Unser Nachbar hat seinen Verkauf. Wir haben uns neben unseren Milchprodukten und Wurstwaren auf haltbare und eingekochte Produkte spezialisiert, auch ausgewählte Weine und Brände sind bei uns erhältlich. Und natürlich der Bergische Zwieback!”

Veranstaltungen auf dem Hielscher Hof

Am Ostersamstag, den 19.4.2019 findet am Abend in guter Tradition wieder das alljährliche Osterfeuer statt. Auch das beliebte Maislabyrinth wird es im laufenden Jahr wieder geben. Jedes Jahr ab Mitte Juli bis zum Ende der Mais-Zeit finden Familien hier eine tolle Anlaufstelle für Freizeitspaß im Maisfeld. Mottos der vergangenen Jahre waren u.a. „von der Kuh zum Käse”, „die Nadel im Heuhaufen”, „Maisuniversum”. Das Motto für 2019 kommt, wie jedes Jahr, sicher wieder rechtzeitig zur Veranstaltung. Interessierte halten sich einfach über die Website auf dem Laufenden.

Ein Kunstwerk von Natur – und Mensch. Das Maislabyrinth vom Hielscher Hof ist ein beliebter Anlaufpunkt für Familien.

Der Hielscher Hof blickt in die Zukunft

Die Hielschers freuen sich, dass Tochter Isabelle in den Familienbetrieb einsteigen wird. Sie macht im Sommer 2019 ihren Bachelor und will sich in jedem Fall um die Kühe kümmern. Auch Sohn Mark – er absolviert derzeit die 10. Klasse – will später auch was auf dem Betrieb machen.

Ein Blick in die Zukunft lässt auch immer nochmal die Vergangenheit wach werden. Bernd Hielscher erinnert sich: Ich war einer der ersten Milchvieh-GbRs, die aus zwei Bauernhöfen einen gemeinsam wirtschaftenden Betrieb gemacht haben. So war immer mindestens ein Chef vor Ort, das hat viele operative Notwendigkeiten entzerrt und dem einzelnen mehr Flexibilität ermöglicht.

Denn auf dem Betrieb ist immer so viel zu tun, dass es kaum möglich ist, sich einmal über einen längeren Zeitraum freizumachen. „Ich würde gern mal wieder mit Ute in den Urlaub fahren. Früher war ich sogar mal fünf Wochen in Australien, aber selbst für zwei Wochen gemeinsame Auszeit ist der Betrieb jetzt einfach zu vielschichtig.“, resümiert Hielscher. „Aber: Spätestens wenn die Kinder hier das Ruder übernehmen, gehen wir wieder auf Reisen.“

Kontakt

Hielscher Hof
Witzheldener Bauernkäse
Krähwinkel 9
42799 Leichlingen
Telefon: 02174/3455
Telefax: 02174/731854
Hielscher Hof Witzhelden, Website

Hielschers engagieren sich seit Jahren bei NWR is(s)t gut. Es gab auch schon gemeinsame Veranstaltungen und Verkostungen mit dem BMV auf der Internationalen Grünen Woche.

Vorzugsmilchbetrieb Weidenhof. Landwirte aus Leidenschaft

Sie ist Landwirtin aus Leidenschaft. Engagiert und mit einem großen Erfahrungsschatz ausgestattet setzt sie sich für ihren Berufsstand ein. Wie Claudia Müller zur Landwirtschaft kam und was den Weidenhof in Wächtersbach heute auszeichnet, hat die engagierte Landwirtin uns in einem Gespräch erzählt. Wir stellen den Milchviehbetrieb im Main-Kinzig-Kreis vor.

Den Weidenhof kannte Claudia Müller schon als Kind, sie wuchs unter dem Mädchennamen Rasch in Neudorf auf. Dass man Landwirtschaft auch studieren kann, erfuhr sie erst über die Berufsberatung in der 13. Klasse. Nach einem einjährigen Fachpraktikum auf dem Weidenhof blieb sie. Auf dem traditionsreichen Betrieb und bei Achim Müller, mit dem sie seither die Geschicke des Weidenhofes leitet. Bereits vor ihrem Praktikum hatte der ehemalige Gemischtbetrieb sich von Schweinen, Hühnern und Pferden getrennt und ganz auf die Kuhhaltung gesetzt. Nach dem Generationenwechsel entwickelten Achim und Claudia Müller den Milchviehbetrieb weiter. 1995 stiegen sie in die Direktvermarktung ein.

Achim und Claudia Müller betreiben gemeinsam den Vorzugsmilchbetrieb Weidenhof in Wächtersbach.

Die passionierte Landwirtin erinnert sich gern an die Fachhochschule, die als erste im Bundesgebiet einen biologischen Studiengang anbot und noch heute einer der renommierten Standorte für biologische Landwirtschaft ist. “Eine kleine schöne Fachhochschule mit super guten Professoren und grundsolider Ausbildung”, fasst Müller zusammen. “In diesem Studium haben wir ein ziemlich intensives Netzwerk gehabt mit Studienkollegen, die alle selbstständige Fachleute und Berater geworden sind – aus diesem Netzwerk zehren wir Aktiven immer noch.” Sie selbst spezialisierte sich damals auf alles, was mit Tieren zu tun hat: Tierhaltung, Tierernährung, und entdeckte früh ihre Freude am Umgang mit Kunden, die Lust, sich auch ernährungspolitisch im Rahmen der regionalen direktvermarktenden Landwirtschaft zu engagieren.

Am 24. Januar 2019 spricht Claudia Müller im Rahmen der Internationalen Grünen Woche beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2019. Thema der Veranstaltung, die von dem Bundesverband der Regionalbewegung e.V. initiiert und von Geschmackstage Deutschland e.V. unterstützt wird: Intelligente Logistik. Innovative Distributionslösungen für die Zukunft der ländlichen Räume. Die Moderation übernimmt Ulrich Frohnmeyer.

Der Weidenhof ist ein Milchviehbetrieb. Die Nachfrage nach Milch ist hoch, berichtet Müller. Allein in 2018 produziert der Weidenhof 700.000 Liter Milch direkt in der eigenen Hofmolkerei. 50.000 Liter pro Jahr davon vermarkten sie roh, als Vorzugsmilch. Der Weidenhof ist der einzige Betrieb in Hessen mit einer Zulassung, das sensible Frischeprodukt naturbelassen zu vertreiben. Der Vorteil: Vorzugsmilch wird nicht erhitzt, enthält also alle wertvollen Inhaltsstoffen der Milch. Der Nachteil: Sie darf laut Gesetzgebung nur 96 Stunden nach dem Melken abgegeben werden. Das ist eine Herausforderung für den regionalen Lebensmitteleinzelhandel – und eine Chance für den Lieferservice, mit dem die Direktvermarkter ihren Kunden die Milchprodukte bis vor die Haustür bringen. Das setzt eine hohe Serviceorientierung und umfassendes unternehmerisches Know-How, verbunden mit einem hohen Einsatz.

Der luftige, helle Stall vom Weidenhof.

Das Unternehmer-Gen liegt in der Familie. Die Verbundenheit mit der Region auch. Alle Geschwister von Achim Müller und seiner Frau leiten eigene Unternehmungen, eine Schwester von Claudia Müller arbeitete zeitweilig im Hofladen mit und führt jetzt wieder ihren eigenen Dorfladen. Ein toller Service für die Bewohner, den aufrecht zu erhalten eine Herausforderung darstellt. “Die Bequemlichkeit der Verbraucher ist der Feind kleiner ländlicher Strukturen” stellt Müller nüchtern fest. Gute Qualität und Freundlichkeit sei das A und O. Dazu komme, dass man formal die gleichen Anforderungen zu erfüllen habe wie große Geschäfte. Dadurch brechen auf den Dörfern viele kleine Betriebe weg, zum Beispiel Metzger.

Innovation und Trendbewusstsein im handwerklichen Betrieb

Positiv sieht Müller gegenwärtig Trends und Entwicklungen in den Städten. Die Plastik-Mehrweg-Diskussion wirkt sich positiv auf das Pfandsystem der Direktvermarkter aus. Bis nach Frankfurt am Main hinein liefert der Weidenhof seine Milchprodukte. Gut für die vielen Cafés, die hier neu entstehen und meist über Empfehlung auf Qualität und Geschmack der Weidenhof Landmilch aufmerksam werden. “Vorzugsmilch liefern wir in Frankfurt aktuell hauptsächlich an Manufactum brot&butter”, so Müller. “Das Personal ist besonders geschult im Umgang mit der naturbelassenen Milch. Die anderen Cafés arbeiten sehr gut und gern mit der pasteurisierten Landmilch, die auch eine tolle, vollmundige Crema macht.”

Die vielseitige Landwirtin in der eigenen Hofmolkerei in ihrem Element.

Darüber hinaus kooperiert der Weidenhof als ausgezeichneter Landmarkt-Betrieb mit dem regionalen Lebensmitteleinzelhandel und ausgewählten Partnerbetrieben. Der Weidenhof hat heute fast 40 Mitarbeiter, beliefert regelmäßig über 550 Haushalte, betreibt seit 2007 einen eigenen Hofladen, in dem neben Fleisch und Milchprodukten der eigenen Tiere auch regionale Produkte ausgewählter Partnerbetriebe zu kaufen sind. Seit 2013 führen zwei Mitarbeiterinnen der Müllers mit dem Q ein beliebtes Ausflugslokal auf dem Weidenhof. Achim Müller verantwortet die Landwirtschaft und alle baulichen Aktivitäten des Betriebes.

Claudia Müller steuert Molkerei und Stall mit wachem Blick – und, ganz modern, über ihr Mobiltelefon. “Auf meinem Handy hab ich die komplette Überwachung von dem Betrieb drüben in Aufenau. So habe ich den Betrieb und den Melkroboter im Blick ohne immer rüber fahren zu müssen.”, so Müller. “Auch hier im Stall nutzen wir die Vorteile der Digitalisierung, vom Managementsystemen bis zur Datenverwaltung. Ich finde das hilfreich, nutze das, soweit ich kann und profitiere von den Infos, die ich so über unsere Kühe bekomme.” Das ändere nichts daran, dass sie sich beim Melken immer noch am besten besinnen kann, lacht Müller. Der unmittelbare Kontakt mit den Tieren sei ihr heute so wichtig wie damals in der Ausbildung.

Auf die Frage, was sie sich für den Betrieb und für die Zukunft wünschst, wird Claudia Müller nachdenklich. “Wir sind so ein toller Betrieb. Bewahren Traditionen und gehen mit der Zeit. Trotzdem stehen wir vor der Frage, wie wir den Weidenhof weiter entwickeln. Das Tolle ist, er kann theoretisch in alle Richtungen weiter entwickelt werden. Das Schwierige ist, das selbst die Einhaltung aller Vorgaben und Forderungen der Politik von Biogas-Anlage bis Kreislaufwirtschaft nicht dazu führt, dass man besser wirtschaften kann. Unseren Tieren geht es gut, unsere Produkte sind beliebt, wir machen Öffentlichkeitsarbeit, werben um Austausch und Dialog mit der Bevölkerung, geben jeden Tag unser Allerbestes. Doch die politischen und gesetzlichen Hemmnisse für den Betrieb sind enorm. Wir sind gespannt wie es weitergeht.”

Kontakt | Hier geht’s zum Weidenhof

Weidenhof
Weidenstr. 5-7
63607 Wächtersbach
Tel 06053.2822
Fax 06053.1858
info(at)weidenhof-online.de
https://weidenhof-online.de

Der Weidenhof auf der Internationalen Grünen Woche 2019

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. lädt Sie herzlich ein zu seinem
Begleitforum “Intelligente Mikrologistik: Innovative Distributionslösungen
für die Zukunft der ländlichen Räume” am 24. Januar 2019 von 10 bis 12 Uhr
im CityCube in Berlin.

Ein wirtschaftlich tragfähiges Logistiksystem ist für
Regionalvermarktungsinitiativen oft eine große Herausforderung und
essenziell für ihren langfristigen Erfolg. Bisher scheitern die Konzepte oft
an den hohen Kosten. Daher müssen bestehende Strukturen, Kapazitäten und
Angebote stärker miteinander verknüpft und genutzt werden.

Auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung stellt das Netzwerk
RegioLogistik unter dem Dach des Bundesverbandes der Regionalbewegung
kreative und effiziente regionale Logistik-Modelle vor und lädt zur
Diskussion ein.

Hofporträt – Der Diershof bei Oldenburg

In vierter Generation wird der Diershof im Norden von Oldenburg von der gleichnamigen Familie geführt. 2008 übernimmt Hanke Diers den Betrieb, stellt die Molkerei neu auf und entwickelt die Direktvermarktungsstrategie des Familienbetriebes erfolgreich weiter. Der Betrieb pflegt den persönlichen Austausch mit Kunden und Interessierten. Zu dem seit Jahren regelmäßig veranstalteten “Tag des offenen Hofes” kommen gut und gern 5.000-6.000 Besucher.

Hanke, wie kamst du zur Direktvermarktung? War das von Anfang an die Richtung, in die du gehen wolltest?
Zwei Söhne, ein Hof, dafür gab es nicht von Anfang an einen Plan. Nach dem Studium habe ich mich erstmal umorientiert, einen Betrieb gepachtet. Das Pachtmodell hat nicht geklappt, einen fremden Betrieb zu kaufen ist mit viel Kapitaleinsatz verbunden. Wir haben uns dann als Familie zusammen gesetzt und uns entschlossen, das so zu machen mit dem Ausbau der Molkerei. In die Direktvermarktung waren meine Eltern 1994 ja schon eingestiegen, damals noch als Vorzugsmilchbetrieb. Ich habe dann erst einmal Praktika gemacht bei anderen Direktvermarktern aus dem Verband. Bei Johannes Deselears, bei Claudia Müller, der heutigen Vorstandsvorsitzenden des BMV.

3 Generationen Diers: vlnr: Hanke, Jürn, Großmutter und die Eltern der beiden jungen Landwirte, Ute und Helmut Diers.

Wie bist du den Aus- und Aufbau angegangen?
Ich habe den Bereich der Direktvermarktung 2008 übernommen. Das Konzept für die neue Molkerei habe ich entlang der Zielvorstellungen für die Größe unseres Kundenstammes angelegt: Produktion und Vermarktung für 2000 Kunden war angestrebt. Währenddessen lief die Planung, dann folgte der Molkerei-Bau, das hat ein Jahr gedauert. Mit der Sortimentserweiterung, dem neuen Produkt Joghurt sind wir dann in den Neubau. Damals mussten wir in die neue Größe noch reinwachsen.

Und wo steht ihr heute?
Mittlerweile beliefern wir 3.000 Privatkunden mit 10 Lieferfahrzeugen, haben ein neues Palettenlager gebaut und unsere Kühlung deutlich vergrößert. Darüber hinaus beliefern wir schon seit Jahrzehnten exklusiv Krankenhäuser in Oldenburg mit tagesfrischer Landmilch und Joghurt und haben darüber hinaus gute Handelspartner.

Handwerklich hergestellter Joghurt in vielen, auch saisonalen Geschmacksrichtungen. Neben der tagesfrischen Landmilch eine Säule innerhalb der Produktpalette vom Diershof.

Auf eurer Internetseite stellt ihr eure Mitarbeiter persönlich vor. Denn jeder von ihnen ist wichtig, damit der Betrieb reibungslos läuft. Wie habt ihr euch im Kernteam aufgeteilt?
Mein Bruder Jürg macht die Kühe und die Feldarbeit und verantwortet die gesamte Personalplanung, die mit diesen Bereichen in Verbindung steht. Meine Frau kümmert sich mit um die Qualitätssicherung. Eine weitere tragende Säule für mich in der Direktvermarktung ist Lena, die ich als meine rechte Hand bezeichnen möchte. Sie ist nicht nur topp ausgebildet, sondern auch internetaffin, was unter anderem auch unserem Social Media Auftritt zugute kommt. In der Produktion hört alles auf Inken, Deike kümmert sich um Molkerei und Haushalt.
Ganz wichtig in der Direktvermarktung sind unsere Fahrer. Viele von ihnen sind bereits im Rentenalter, bringen gleichzeitig Ruhe und gute Stimmung rein und sind super zuverlässig. Das tut dem Betriebsklima gut.

Jürn Diers mit Mitarbeiterin im Stall bei den Stars vom Diershof, den Kühen.
Freundlich und verlässlich, Mitarbeiter im Lieferservice vom Diershof.

Was ist deine liebste Tätigkeit im Zusammenhang mit der Direktvermarktung?
Einen Großteil meiner Zeit verbringe ich als Feuerwehr und Allrounder. Bin – wenn man so will – die Schmiere im Getriebe (lacht). Der Umgang mit den Mitarbeitern, das Begleiten von Prozessen, macht auch Freude. Selten und schön sind die Momente, in denen ich in Ruhe (m)einer Arbeit nachgehen kann. Zum Beispiel in Ruhe Joghurt abfüllen.

Und was ist deine größte Herausforderung?
(lacht) Eigentlich, dass ich seit Jahren versuche, mich überflüssig zu machen. Sich mal rausziehen, für einen richtigen Urlaub, das ist noch nicht so leicht. Aber wir arbeiten dran. Gerade in der Molkerei fallen immer wieder technische Sachen an, für die es eigentlich einen Mechatroniker in der Belegschaft bräuchte.

Was wünschst du dir für euren Betrieb, was habt ihr für Ziele in naher und ferner Zeit?

Das wir die Verlässlichkeit gegenüber unseren Kunden weiterhin so gut hinbekommen und unsere hohe Qualität sichern. Denn daran hängt die gesamte Direktvermarktung.
Unseren nächsten Meilenstein bauen wir gerade: Einen überdachten, beheizbaren Besucherpavillon, der Platz hat für 50 Kinder und 30 Erwachsene. Die Nachfrage nach Veranstaltungen und moderierten Veranstaltungen bei uns auf dem Hof ist so groß, dass wir unbedingt eine eigene professionelle, wetterunabhängige Lösung brauchten, in der man Verkostungen machen, aber auch mal eine Power Point an die Wand beamen kann.
Bei aller Mehrarbeit, für uns ist es so wertvoll, dass die Kunden immer wieder den Bezug zum Hof und den Austausch mit uns suchen. Ein Glück, dass meine Mutter auch die Hofführungen so wunderbar durchführt.

Hanke Diers mit Mitarbeiterin Inken Schierenstedt bei der Produktion in der Molkerei.

Hofporträt – Der Speetenhof in Kranenburg

“Von der Wiese bis zur Haustür”. Mit diesem Slogan hat sich die einzige Hofmolkerei im Nordkreis Kleve einen festen Platz in der Region verschafft. Jetzt haben die Familien Derksen und van de Sand für ihre Arbeit den Unternehmerpreis Niederrhein 2018 gewonnen. Mit der Molkerei-Verantwortlichen Anne van de Sand haben wir gesprochen über Herausforderungen und Freuden in der modernen Milchdirektvermarktung.

Anne,woher kommt der Name Speetenhof?
Der geht tatsächlich auf eine Familie Speeten zurück. Der Hof existiert ja seit dem 18. Jahrhundert. Meine Familie hat den alten Namen damals beibehalten.

Ein tolles Team in der MilchDirektvermarktung: Die ausgezeichnete Familie Derksen / van de Sand im Garten ihres Speetenhofs.

Aktuell arbeiten zwei Generationen auf dem Hof. Deine Eltern Rita und Gerhard (Gerd) Derksen und einer deiner Brüder. Wer macht was?
Mein Bruder ist neben mir Geschäftsführer, die Direktvermarktung teilen wir uns 50:50. Er verantwortet die Landwirtschaft, alles rund um die Tiere und die Ackerflächen. Ich kümmere mich hauptverantwortlich um die Molkerei.
Meine Mutter macht die Mitarbeiterverwaltung, sprich kümmert sich um das Disponieren der Fahrer und unseren Lieferservice mit insgesamt vier Kühlwagen. Mein Vater ist ein klassischer Allrounder. Er wirft morgens früh in der Molkerei den Pasteur an, guckt überall, dass alles läuft, packt einfach an allen Ecken mit an. Er belädt zum Beispiel auch die Autos und macht in der Landwirtschaft noch viel. Zwei meiner Geschwister haben andere berufliche Wege eingeschlagen, jenseits der Landwirtschaft.

Ihr arbeitet mit modernen Elementen wie zum Beispiel einem Melkroboter. Wie war die Umstellung?
Ja, den Melkroboter haben wir 2014 installiert. Die ersten 24 Stunden haben wir komplett im Stall verbracht. Nach wenigen Tagen hatten sich die Kühe bereits völlig an die neue Flexibilität gewöhnt.

Was sind in deinen Augen die Vorteile eines Melkroboters?
Definitiv, sich selbst unabhängig machen von den Melkzeiten. Wir verbringen nicht weniger Zeit mit den Kühen, die Arbeit verschiebt sich vom Melken hin zu Überwachungstätigkeiten. Wir verbringen jetzt definitiv mehr Zeit am Computer, man geht auch mehr durch den Stall, um die Kühe zu beobachten. Wir haben nun nur nicht mehr jede Kuh zweimal täglich in der Hand, sondern schauen auf andere Weise, ob alles in Ordnung ist.
Der große Vorteil eines Melkroboters für uns liegt darin, die Verdichtungszeiten zu entzerren, denn zu den Zeiten, zu denen früher manuell gemolken werden musste, ist auch in der Molkerei viel los. Das personell dauerhaft aufzufangen, war eine große Herausforderung.

Eine Investition in mehr Flexibilität und Verpflichtung für das Prinzip “Freiwilligkeit” in der Zusammenarbeit mit den Milchkühen. Der Melkroboter auf dem Speetenhof.

Was ist deine liebste Tätigkeit im Zusammenhang mit der DV?
Ich finde alles ganz schön, weil meine Arbeit so vielseitig ist. Ich habe viel Kontakt mit unseren Kunden und mit den Mitarbeitern in der Molkerei. Meine Arbeitszeiten sind auch flexibel und schwanken im Umfang auch um die Urlaubs- und Krankheitsvertretungen herum, die ich übernehme. Zwei Nachmittage bin ich allein im Büro, um unsere Liefer-Tourrunden fertig zu machen und für den nächsten Tag zu kommissionieren.

Molkereimeisterin Anne van de Sand in ihrem Element in der Molkerei des Speetenhof. Ihre aktuellen Lieblingsprodukte: Der Pfirsich-Maracuja Joghurt und im Sommer, der Joghurt-Molke Himbeerdrink.

Was ist deine größte Herausforderung?
Ehrlich gesagt der Klassiker Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, das Vereinbaren meiner Arbeit mit der Kinderbetreuung. Die drei sind jetzt 10, 9 und 4 Jahre alt, alle aufgeweckt und mit vielen Interessen wie Tanzen, Sport und Leichtathletik. Das Hinbringen und Abholen will organisiert sein. Und alles Drumherum, auch einfach Ansprechpartnerin sein für sie.

Was wünschst du dir für euren Betrieb, was habt ihr für Ziele in naher und ferner Zeit?
Vor einem Jahr, im November 2017, haben wir unseren neuen Stall gebaut. Gerade beschäftige ich mich mit der Planung eines neuen Molkereigebäudes, hier benötigen wir definitiv mehr Platz. Dass wir Teilbereiche unseres ehemaligen BMV-Mitgliederbetriebs Deselears übernommen haben und seither auch stärker in Richtung Düsseldorf beliefern, hat das Wachstum mit befördert. Wir hoffen einfach, dass wir unseren Weg weiter so gut gehen können und sind dankbar, dass unsere Kunden unsere Produkte so gut annehmen und unsere Arbeit zu schätzen wissen.

Speetenhof | Steckbrief
70 Kühe
26 Mitarbeiter (davon 4 Familienmitglieder aus 2 Generationen)
75 Hektar
35 Hektar Grünland (Heimat der Kühe), 40 Hektar Ackerflächen
550 Haushalte werden über den Lieferservice beliefert.
43 Wiederverkäufer (Lebensmitteleinzelhandel und Bauernläden)
30-40 Kindergärten und Kindertagesstätten
dazu kommen Partner in der Gastronomie sowie 3 regionale Bäckereien.

Kontakt: Speetenhof Wibbeltstr. 120, 47559 Kranenburg Telefon: +49 (0) 28 26 – 81 09
www.speetenhof.de

Die Fragen stellte Kirsten Kohlhaw (Protokoll)

Wer mehr lesen will, findet hier noch einen Artikel über die Wirtschaftsweise vom Speetenhof, der anlässlich der Auszeichnung zum Unternehmer Niederrhein 2018 erschienen ist: Klevision 2018_v2Speetenhof

Hoffeste: Termine unserer Direktvermarkter von August bis Oktober 2018

Die Saison der Hoffeste geht weiter. Eine der Stärken, die direktvermarktende Milchbauern ausmacht, ist neben ihren vielseitigen unternehmerischen Talenten und dem verantwortungsvollen Umgang mit Tier und Land der Umgang mit den Menschen. Tage der offenen Tür, intensive Begegnungen und der Austausch mit Kunden und Besuchern gehören für sie einfach dazu. Denn als Direktvermarkter sind sie Teil des ländlichen Lebens und feste Säulen einer intakten regionalen Infrastruktur.

Direktvermarkter Hoffeste im August

Der Diers-Hof: Am 5. August von 10-17h ist es soweit.Der Diers-Hof lädt von 10 bis 17 Uhr wieder zum traditionellen Tag des offenen Hofes ein. Menschen aus dem Raum Oldenburg, die wissen möchten, wie die Milch von der Kuh in die Kanne und frisch zu ihnen vor die Tür kommt, ist auf dem Diers-Hof genau richtig! Auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb zeigen Ihnen die passionierten Landwirte, wo ihre Kühe weiden, wie sie gehalten und täglich gemolken werden. Direkt gegenüber der Weiden können Sie einen Blick in die hofeigene Molkerei werden: Hier wird die Milch durch traditionelle und schonende Verarbeitung in Mehrwegflaschen abgefüllt oder zu leckerem Joghurt und Quark verarbeitet. Mehr Informationen und einen tollen animierten Hofrundgang finden Sie auf der Website vom Diers-Hof.

Direktvermarkter Hoffeste im September<7h2>
Im idyllischen Markgräflerland liegt der Seebodenhof außerhalb der Ortschaft Efringen-Kirchen. Der familiengeführte Landwirtschaftsbetrieb ist spezialisiert auf die Herstellung von frischer Landmilch, Bauernhofeis und verschiedene Branntweine aus den eigenen Obstgärten.
Durch die artgerechte Haltung und den liebevollen Umgang mit ihren Milchkühen erzeugen die Landwirte aus Leidenschaft täglich Milch von höchster Qualität. Seit 1994 vermarkten sie einen Großteil der Milch direkt an den Verbraucher. Durch die kurzen Vertriebswege behalten sie den vollen Geschmack der Frische-Produkte bei und vermitteln die Wichtigkeit von regionaler Nähe in der Landwirtschaft.
Am 15.und 16. September 2018 feiert der Seebodenhof ein großes Hoffest. Details zu den Feierlichkeiten können Sie in Kürze der Website vom Seebodenhofentnehmen.
Familie Kaufmann, Seeboden 1, 79588 Efringen-Kirchen, info(at)seebodenhof.de

Direktvermarkter Hoffeste im Oktober

Der Milch-Hof Osterwiese in Obershagen, 30km östlich von Hannover, veranstaltet seit nun mehr 17 Jahren am 2.Sonntag im Oktober sein Hof und Drachenfest. Das diesjährige Fest am 14.10.18 beginnt um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Scheune, sonst Drachen basteln und steigen lassen sowie Hof/Betriebsbesichtigungen sowie buntes Rahmenprogramm. Burghard Homann und seine Familie freuen sich auf Ihren Besuch. Mehr Infos und Impressionen aus den vorigen Jahren finden Sie auf der Website der niedersächsischen Direktvermarkter.
https://www.milch-hof-osterwiese.de
Milch-Hof Osterwiese Direkt GbR
Osterwiese 2
31311 Obershagen
Telefon: (0 50 85) 66 07
Telefax: (05085) 95 62 17

Sensorik Plakate für Milchverkostung

Plakate für sensorische Verkostung von Milch und Milchprodukten (hier:Joghurt) zum kostenlosen Download finden Sie am Ende dieses Beitrags. Sollten Sie für Ihre Arbeit eine größere Auflösung wünschen, wenden Sie sich bitte an presse(at)milch-und-mehr.de . Gern unterstützen wir Sie in Ihrem Vorhaben und senden Ihnen auf Anfrage die entsprechenden Dateien zu.

Die moderierte Verköstigung von Milch und Milchprodukten nimmt in der Arbeit des BMV eine wichtige Rolle ein. Seit Jahren führt die bundesweit agierende Interessenvertretung direktvermarkternder Milchbauern Erlebnisverkostungen durch. Eine zentrale Rolle spielen bei diesen Verkostungs Veranstaltungen natürlich die Mitgliederbetriebe des BMV. Ihre tägliche Arbeit und ihre Produkte bilden die Basis jedes Austauschs über die Relevanz von regionaler Vielfalt, Qualität und Verbrauchersouveränität.

Dort, wo noch Vorzugsmilchbetriebe aktiv sind, steht auch immer das Thema Erhalt von hochwertigen Frischeprodukten wie Vorzugsmilch im Fokus. Denn nur die zertifizierte Rohmilch liefert das Optimum an Verbrauchersicherheit und ernährungsphysiologischer Fülle. Denn die Vorzüge der Rohmilch gehen bei jeder Erhitzung verloren, und sei sie noch so schonend. Partner wie niederländische Milchwissenschaftler Prof. Dr. Ton Baars haben diese Zusammenhänge auf der Website Milk&Health dargelegt.

Gemeinsam mit Partnern wie Slow Food Deutschland e.V. und Geschmackstage e.V. arbeitet der BMV kontinuierlich daran, Themen wie Wertschätzung für natürlich, handwerklich und traditionell hergestellte Lebensmittel und deren regionale Wertschöpfung zu verbreiten. Geschmacksbildung ist Geschmacksprägung und umgekehrt. Was wir essen, bestimmt unsere geschmackliche Palette. Und nur was wir bewusst probieren, können wir (wieder) entdecken.

Wir laden Sie ein zum bewussten Hinschmecken. Unterstützen auch Sie die Landwirte in Ihrer Region.

Hoffeste 2018: Termine unserer Milch-Direktvermarkter im Mai und Juni

Auch in diesem Jahr öffnen die Direktvermarkter des BMV ihre Tore wieder für Besucher und Gespräche. Hier geben wir die ersten Termine in den Monaten Mai und Juni bekannt, sortiert nach Datum und Postleitzahl.

Besuche von Bauernhöfen und Hofläden stellen bei Touristen einen zunehmend großen Attraktivitätsfaktor dar. Für die Bewohner der jeweiligen Gegenden sind besonders Landwirte, die ihre Produkte direktvermarkten, eine wichtige Säule zum Erhalt lebendiger Strukturen in der jeweiligen Region.

Sonntag, 27.5.2018 – Landgut Nemt bei Leipzig
Den Anfang macht das Landgut Nemt im sächsischen 04808 Wurzen-Dehnitz. Am Sonntag, den 27.5.2018 öffnet das Team um die Brüder Döbelt zum 21. Mal ihre Tore auf dem Hof bei Leipzig. Über 2.000 Kunden beliefern die Landwirte mittlerweile. Die Geschichte und Entwicklung des Hofes können interessierte Leser in dem Hofporträt über das Landgut Nemt nachvollziehen.
Was die Besucher unter dem Motto “Mal wieder Land sehen, erwartet? Es gibt wieder den traditionellen Bauernmarkt, allerlei und viele Attraktionen für die Kinder und Interessantes für die Eltern. Und natürlich einen umfassenden Einblick in den Betrieb. Angefangen in Nemt bei den Milchkühen und den Ackerflächen und in Dehnitz mit dem Verarbeitungsbereich der Molkerei.

Sonntag, der 27.5.2018 – Milchhof Reitbook in Hamburg
Der Milchhof Reitbrook im Südosten Hamburgs feiert am 27. Mai 2018 seine Tore. Familienfest nennen die passionierten Vorzugsmilchbauern ihr Hoffest. Da ist klar, es gibt auch am Vorderdeich 275 in 21037 Hamburg viel zu entdecken für Groß und Klein. Alles rund um das Event finden Interessierte auf Facebook oder auch auf der Website des Betriebes. Die in der Direktvermarktung erfahrenen Landwirte beliefern neben Endkunden auch viele Cafés und Barista mit ihrer naturbelassenen Milch. Wie viel mehr sich mit guter Milch aus gutem Kaffee rausholen lässt, haben sie bereits in einer Veranstaltung mit Slow Food Hamburg demonstriert.

Reitbrook, Vorderdeich 275:
Milchhof Reitbrook – Hof Langeloh

10. Juni 2018: “Raus aufs Land” zu den Betrieben – in Schleswig-Holstein
Unter diesem Motto steht ein Aktionstag im hohen Norden, an dem sich auch einige der Direktvermarkter im BMV beteiligen. Folgende Betriebe laden an diesem Tag zu Hoffesten:

Der Milchhof Albers in Sterley veranstaltet ein Hoffest mit vielen Aktionen. Wer im Osten Schleswig-Holsteins unterwegs ist, sollte unbedingt bei Svenja und Timo Albers vorbeischauen und diese tollen Direktvermarkter in Aktion erleben. Im Hofporträt erleben können Interessierte sie hier, im Blog des BMV.
Der Milchhof Albers befindet sich in der Alfred Harbarth Str 47 in 23883 Sterley. Mehr Infos auf der Website.

Hof Fuhlreit, Hoffest am 10. Juni 2018 landesweite Aktion nahe Kropp und Rendsburg
Auf dem Hof Fuhlreit mit der Hof-Meierei Geestfrisch in 24848 Kropp gibt es immer Neues zu entdecken. Der Hofladen der Feinheimisch-Produzenten ist in kurzer Zeit zu einer kleinen Instanz geworden. Die Landwirte, die mit Zweinutzungsrassen arbeiten und neben Milch und Milchprodukten auch Fleisch vermarkten, denken sich gerne Neues aus. Seit kurzem stellt Juliana Gunda Sierck, die in der Region unter anderem für ihr feines Bauernhofeis in vielen Geschmacksrichtungen bekannt ist, auch ihre eigenen Fruchtmischungen für den Joghurt her. Müssen Sie probieren.
Und die Direktvermarkter haben seit Kurzem eine neue Website. Schauen Sie also in jedem Fall vorbei im Zentrum Schleswig-Hoslteins. In echt – und im Netz.

Nur 15 Kilometer südlich von Kiel feiern die Direktvermarkter von rieckens landmilch in Großbarkau ihr Hoffest auf dem Eichhof. Los geht’d am 10. Juni, offizieller Beginn ist um 10h.

Mehr Infos finden Interessierte auf Facebook unter Tag des offenen Hofes.

8. Juni 2018 – Milch und Musik auf dem Völkleswaldhof
Bereits am 8. Juni um 20h abends feiert der Demeter-Betrieb Völkleswaldhof “Milch und Musik – A LA CAMPAGNE”. mit Les Braves Cons. Um 20 Uhr geht es los im schwäbischen Wald in 74420-Oberrot-Scheuerhalden. Mehr Infos auf der Website www.voelkleswaldhof.de
Der Völkleswaldhof ist ein Ausnahmebetrieb. Auf über 60 Jahre Biologisch-dynamische Landwirtschaft kann er zurückschauen. Bemerkenswert ist, dass Aja und Pius Frey vor 10 Jahren in die Vorzugsmilchvermarktung eingestiegen sind. In einer Zeit, in der Handel und Politik das sensible Frischeprodukt Milch immer mehr nach Lagerfähigkeit und Haltbarkeit zu beurteilen – und zu designen begannen. Sie engagieren sich sichtbar für den Erhalt dieses besonderen ursprünglichen Lebensmittels. Und sind in vielen Bereichen aktiv. Hier geht’s zum Hofportät über den Vorzugsmilchbetrieb und Pionierbetrieb für muttergebundene Kälberaufzucht. Mehr über die KUH UND KALB-Inititive lesen sie hier.

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Tag der Milch 2018: Milchqualität und Geschmack im Fokus bei Manufactum brot&butter

brot&butter und beste Milch – ein einfach gutes Trio. Am Freitag, den 1.6.2018 feiern Milch-Direktvermarkter des BMV und die Manufactum brot&butter Filialen in Deutschland Qualität und Geschmack. Während die engagierten Landwirte zur Verkostung laden, setzt brot&butter mit einem abgestimmten gastronomischen Angebot zusätzliche Akzente rund um die Milch. Die Aktion anlässlich des Thementags wird auf den beliebten Einkaufstag, Samstag, den 2. Juni ausgeweitet.

Zum 5. Mal in Folge findet die gemeinsame Aktion statt. Teilnehmende Filialen sind München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Waltrop und Bremen. Besucherinnen und Besucher können mit den Produzenten der handwerklich erzeugten, regionalen Lebensmittel, ins Gespräch kommen und verschiedene Produkte verkosten.

Die Teams der einzelne Manufactum brot&butter Filialen setzen zudem einen geschmacklichen Schwerpunkt auf Milch und Milchprodukte. Neben den jeweiligen regionalen Produkten der einzelnen Direktvermarkter wie Milch, Joghurt und Quark gibt es Milchstuten und andere Köstlichkeiten zu probieren. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie in Ihrem brot&butter Geschäft vorbei. die Landwirte der einzelnen Betriebe freuen sich auf anregende Gespräche mit Ihnen. Und bescheren Ihnen gerne gute Geschmackserlebnisse.

Aus der 12-teiligen Internet-Doku der Mawi-Medien sehen Sie hier Teil 1

Neben Bernd Kück von Kücks Milchhof Weitere Vorzugsmilch-Betriebe sind der Milchhof Lerf, der die Manufactum brot&butter Filiale in München regelmäßig mit frischer Vorzugsmilch beliefert. Auf der Grünen Woche 2017 wurden die Allgäuer für ihre Vorzugsmilch in Heumilch-Qualität ausgezeichnet: Bayerns beste Bio-Produktewir berichteten.

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Auch der Vorzugsmilchhof Weidenhof in Wächtersbach engagiert sich für Direktvermarktung in höchster Qualität. Gemeinsam mit ihrem Mann Achim bewirtschaftet Claudia Müller nicht nur den Betrieb, sondern engagiert sich auch agrarpolitisch für eine zukunftsfähige regionale Landwirtschaft. Sie ist unter anderem Vorsitzende des BMV-Vorstandes. Sie beliefern seit Jahren die Manufactum brot&butter Filiale in Frankfurt.

Der Völkleswaldhof beliefert die Manufactum brot&butter Filiale in Stuttgart. Die Familie Frey ist durch das SWR-TV-Format “Lecker aufs Land” neben seiner Vorzugsmilch in demeter-Qualität mittlerweile auch berühmt für die Kochkünste von Anja Frey.
Hier geht es zur Website des Völkleswaldhofs, auf dem man im übrigen auch ganz toll Ferien auf dem Bauernhof verbringen kann.

Familie Frey Voelkleswaldhof

In der brot&butter Filiale in Waltrop ist die pasteurisierte Landmilch vom Hof Billmann seit Jahren eine feste Größe. Heiner Billmann bewirtschaftet mit seiner Frau und Kindern zusammen einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit 50 Milchkühen in Waltrop und vermarkten einen Großteil ihrer Produkte direkt. Neben Trinkmilch produzieren sie Joghurt und Quark.

Hier geht es zu Website des Milchhof Billmann

Die Manufactum brot&butter Läden in Köln und Düsseldorf werden seit der Betriebsaufgabe des Vorzugsmilchhofes Deselaers vom Hielscher Hof beliefert. Der Milchviehbetrieb Hielscher Hof produziert und vermarktet zudem unter der Marke Witzheldener Bauerkäse mit großem Erfolg seinen eigenen Käse. Sein Motto: Mit der Kuh per Du.

Aha-Erlebnisse bei sensorischer Milchverkostung in Schleswig-Holstein

Nachbericht
Am 21.4.2018 trafen sich auf dem Hof Fuhlreit bei Familie Sierck Geschmacks-Neugierige zu einer sensorischen Milchverkostung. Geladen hatten Geschmackstage Deutschland e.V. und der Direktvermarkter-Verband BMV. Unterstützt vom Ehepaar Riecken (rieckens landmilch) und weiteren Direktvermarktern aus Schleswig-Holstein sowie Feinheimisch e.V. gingen die Besucher auf eine geschmackliche Entdeckungsreise.

Wie beschreibt man den Geschmack von Milch? Interessant war, dass viele ungeübte Verkoster für Milch kein Vokabular haben, das zum Beispiel mit den Beschreibungen für Whisky oder Wein vergleichbar wäre.
Aus diesem Zwecke hat der BMV ein Aromenrad entwickelt, das die Verknüpfung zwischen Geschmacksknospen und Wörtern erleichtern helfen soll.
bmv_sensorik_plakat_v1
Das Plakat, das Kirsten Kohlhaw, commotivation, und die Designerei Berlin für den BMV entworfen haben, darf gerne herunter geladen und kostenfrei genutzt werden.

Über die Veranstaltung ist ein schöner Bericht erschienen in Nordische Esskultur. Danke an Barbara Meier fürs genaue Hinschmecken und das Interesse am Thema. Denn guter Geschmack geht uns alle an!