Nachhaltigkeitspreis 2021: 1. Platz geht an Rieckens Landmilch, Schleswig-Holstein

Der Betrieb von Kherstin und Bert Riecken wurde in diesem Jahr mit dem Nachhaltigkeitspreis 2021 ausgezeichnet, der in Schleswig-Holstein alle zwei Jahre verliehen wird. Der mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Preis wird vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung ausgeschrieben und wurde Ende Mai von der Umweltstaatssekretärin Dr. Kuhnt in Kiel übergeben.

Wir gratulieren Familie Riecken an dieser Stelle recht herzlich zum ersten Platz!

Hofportrait Kück. Milchhof Kück in Langenhausen.

Kück’s Milch & mehr

Der Betrieb von Bernd und Ute Kück befindet sich in Langenhausen, gelegen am nördlichen Ende der Teufelsmoorregion im Elbe-Weser-Dreieck; also in der typischen Grünlandregion Norddeutschlands. 1950 übernahm der Großvater den Hof und baute ihn beständig zu einem Milchviehbetrieb aus. Vater Hans Kück liebäugelte aber mit einem weiteren Standbein, als nur die Milch bei der Molkerei abzuliefern. Als Bernd Kück in den Betrieb einstieg, suchte die Familie nach einem zusätzlichen Einkommen und so wagte Familie Kück 1992 den Start der Direktvermarktung. Dabei wurde von Beginn an der Schwerpunkt auf die Vermarktung an Tageseinrichtungen gelegt. Mit der kurzzeitigen Erteilung des Molkereistatus begann im darauffolgenden Sommer die Auslieferung von damals noch Vorzugsmilch an die ersten zwölf Tagesstätten.

1996 wurde der erste Pasteur angeschafft. Fälle von EHEC-Infektionen in Süddeutschland, deren Ursprung zunächst nicht eindeutig war, sorgten für einen nachhaltigen Rückgang der Vorzugsmilchproduktion. Tagesstätten durften fortan nur noch mit pasteurisierter Milch beliefert werden. Auch nachdem sich herausstellte, dass die damalige Infektionskette nichts mit dem Verzehr von Rohmilch zu tun hatte – die Kunden verlangten von nun an vermehrt pasteurisierte Milch. „Der Einstieg in die Pasteurisierung war für uns ein ‚Aha-Erlebnis‘“, so Bernd Kück. Plötzlich standen der Milchverarbeitung neue Wege offen und Kücks erweiterten nach und nach ihr Sortiment um Kakao und Trinkjoghurt, verschiedene Sorten von Joghurt, „Burenmelk“ (ein Sauermilchprodukt) und starteten in 2013 sogar mit der Produktion von Quark.

Der Milchhof Kück wird seit 2007 als GbR geführt und trägt damit der wachsenden Nachfrage nach regionalen und ursprünglichen Milchprodukten Rechnung. Aus einem kleinen Kundenkreis, der sich auf die Gemeinde Gnarrenburg anfangs beschränkte, sind mittlerweile fast 1000 Privatkunden geworden. Kindertagesstätten und Schulen, die sich im Rahmen des Schulmilchprogrammes beliefern lassen, machen mit fast 300 Einrichtungen den größten Abnehmer für Milch aus. Dazu kommen eine Handvoll Einzelhandelsunternehmen und sogar zwei Eisdielen in Bremervörde. Dass die einstige Molkerei unter dem reetgedeckten Bauernhaus da aus allen Nähten platzen würde war irgendwann auch absehbar. Der Kuhstall war über die Jahre schon erweitert und ausgebaut worden für 120 Kühe. Nun fasste Bernd Kück den Entschluss noch mal in die Meierei zu investieren. Aber nicht nur das. Der Kontakt mit den Kindergärten war für Familie Kück damals schon der Einstieg in die Öffentlichkeitsarbeit. Regelmäßig besuchten nun Kindergärten „ihren Milchmann“, um zu schauen, woher denn ihre Milch kommt. Bei rund 30 Besuchen pro Jahr ein nicht ganz unerheblicher Zeitaufwand, den es sich freizuschaufeln galt.

  Die neu errichtete Molkerei mit Kühlraum

In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Landvolkverband Bremervörde und einem kleinen Kreis von Unterstützern wurde der Plan gefasst, mit einem Bauernhofklassenzimmer allen Interessierten einen Einblick in die Molkerei zu geben und die Landwirtschaft auf dem Hof Kück kennenzulernen. Ein Scheunengebäude wurde dafür komplett umgebaut und beherbergt seit 2011 nicht nur die neue Molkerei und den angrenzenden Kühlraum, sondern auch ein richtiges Klassenzimmer für alle kleinen und großen Gäste des Hofes. Das Klassenzimmer wird nun vom Verein „BAUER e.V. – Förderverein landwirtschaftliche Umweltbildung e.V.“ gepachtet. Der Verein ist seit Beginn Mitglied im Projekt „Transparenz schaffen – Von der Ladentheke bis zum Erzeuger“, das von der EU und dem Land Niedersachsen gefördert wird. Drei Mitarbeiterinnen betreuen mittlerweile an die 90 Hofbesuche pro Jahr, überwiegend Kindergärten und Schulen nutzen das pädagogische Angebot des Vereines einen traditionellen und doch besonderen Milchviehbetrieb mit Molkerei zu erkunden. Aber auch diverse Gruppen, Vereine, Abordnungen usw. machen sich bei Kück in Langenhausen über die regionale Milcherzeugung schlau.

  Blick vom Klassenzimmer in die Molkerei

„Der direkte Kontakt zu unseren Kunden war uns schon immer ein ganz wichtiges Anliegen. Auch aus diesem Grund haben wir immer viel Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Das Bauernhofklassenzimmer ist jetzt sozusagen das i-Tüpfelchen; wir können wetterunabhängig das ganze Jahr über unsere Gäste empfangen.“, erklärt Bernd Kück. Darüber hinaus ist Familie Kück mit einem mobilen Melkhus auf vielen öffentlichen Veranstaltungen in der Region anzutreffen, wie z.B. der Tarmstedter Ausstellung oder der Messe HanseLife in Bremen und verwöhnen die Kundschaft mit leckeren Milchspezialitäten.

Bernd Kück ist froh, dass er sich nach vielen Jahren des Umbaus und der Weiterentwicklung des Betriebes ein wenig mehr auf Molkerei und Verkauf konzentrieren kann, denn im Jahr 2015 stieß sein Bruder Thorsten dazu. Der kümmert sich nun mit einem Mitarbeiter in erster Linie um Stall und Kühe. Auch wenn mittlerweile bei Kück zwei Melkroboter das zeitaufwändige Melken erledigen, so nehmen Herdenmanagement, Stall-, Hof- und Feldarbeiten heute mehr Zeit in Anspruch. Auch der Vermarktung der Milch will Rechnung getragen werden und in den neu gestalteten Büroräumen arbeiten mittlerweile jeweils eine Vollzeit- und Teilzeitkraft, wobei auch Bernds älteste Tochter Marina seit dem Jahr 2018 dabei ist. Sie steuert Vermarktung und Qualitätssicherung. Unterdessen sorgen heute rund 20 Mitarbeiter in der Produktion und Auslieferung für einen reibungslosen Ablauf des Ganzen. Nicht zu vergessen, dass doch irgendwie alle Familienmitglieder eingespannt sind: Bernds Frau Ute bereitet die Kulturen in der Molkerei wieder zu, wenn die Angestellten längst Feierabend gemacht haben und Vater Hans lässt es sich nicht nehmen, die Lieferfahrzeuge zu packen und zu entladen. Auch Marina’s Schwester Verena hilft nach ihrem Job beim Steuerberater im Büro aus.

  Marina Kück überwacht die Produktion in der Molkerei

Kücks‘ vermarkten nach wie vor einen kleineren Anteil ihrer Milch als Vorzugsmilch; 500 kg pro Woche werden als hochwertige Rohmilch ausgeliefert. Dabei werden natürlich die höchsten Hygieneanforderungen an dieses einmalige Frischeprodukt berücksichtigt. Vorzugsmilch unterliegt in Deutschland den strengen Auflagen der Tierischen Lebensmittel-Hygiene-Verordnung (Tier-LMHV). Sie betreffen dabei den Tierbestand und den Erzeugerbetrieb ebenso sowie die Gewinnungshygiene und die Beschaffenheit des Produktes. „Als Vorzugsmilcherzeuger muss man absolut und mit 100% hinter diesem Produkt stehen. Die Auflagen sind enorm und straff; das betrifft die Eigenkontrollen und die durch das Veterinäramt.“, erklärt Bernd Kück. Viele Betriebe, die einst mit Vorzugsmilch gestartet sind haben auf (pasteurisierte) Vollmilch umgestellt. Ein wenig erfüllt es ihn mit Stolz, dass sie mit der Vorzugsmilch so gut bei den Kunden ankommen. Das erfordert natürlich einen hohen Einsatz und gelingt letztlich mit dem optimalen Lieferservice.

Nun, mit dem bisher erfolgreichen Konzept wollen Kücks‘ zukünftig ihre Vermarktung in der Region intensivieren; versuchen, kleinere und mittlere Läden, Gastronomen und Hotels für ihre Produkte zu begeistern. Bernd Kück: „Wir wünschen uns, dass auch in Zukunft die Rahmenbedingungen für unsere Produktion erfüllbar bleiben. Dass wir hier ein Betrieb sind, der noch handwerklich arbeitet. Wir sind eine Hofmolkerei und nicht die DMK (Anmerkung: Deutsches Milchkontor, Molkerei), warum müssen wir uns damit vergleichen lassen? Unser Kundenbezug ist sehr gut und die Kontakte, insbesondere zu den Tagesstätten werden gepflegt; ohne dem funktioniert die Vermarktung ja auch nicht. Und genau da sind wir zu Haus!“

Kontakt Kück

Milchhof Kück

Kück’s Milch und mehr

Langenhausen 24

27442 Gnarrenburg

Telefon: 04763/ 7340

Email: info@kuecks-milch.de

 

Kontakt Bauernhofklassenzimmer

BAUernhof ERlebniswelt (BAUER)

Förderverein landwirtschaftliche Umweltbildung e.V.

Albrecht-Thaer-Straße 6

27432 Bremervörde

Telefon: 04761/ 99 22-04

Email: info@bauernhof-klassenzimmer.de

Tag der Milch 2019: Milchprodukte im Fokus bei Manufactum brot&butter

brot&butter und beste Milch – ein einfach gutes Trio. Am Samstag, den 1.6.2018 feiern Milch-Direktvermarkter des BMV und die Manufactum brot&butter Filialen in Deutschland Qualität und Geschmack mit einer bundesweiten Verkostungsaktion. Während die engagierten Landwirte zum Besüräch über Regionalität und Direktvermarktung laden, setzt brot&butter mit einem abgestimmten gastronomischen Angebot zusätzliche Akzente rund um das Ur-Lebensmittel Milch.

Zum 6. Mal in Folge findet die gemeinsame Aktion statt. Teilnehmende Filialen sind München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Waltrop und Bremen. Besucherinnen und Besucher können mit den Produzenten der handwerklich erzeugten, regionalen Lebensmittel ins Gespräch kommen und verschiedene Produkte verkosten. In den Filialen in Bremen, Stuttgart, München und Frankfurt/Main gehört auch Rohmilch in Vorzugsmilch zum Repertoire. Der BMV begrüßt, dass Manufactum brot & butter sich trotz größerer logistischer Herausforderungen in Bezug auf die Kühlung, die Mengenplanung und die Handhabung in den Läden für den Erhalt dieses naturbelassenen Lebensmittels einsetzt.

Die Teams der einzelnen Manufactum brot&butter Filialen setzen zudem einen geschmacklichen Schwerpunkt auf Milch und Milchprodukte. Neben den jeweiligen regionalen Produkten der einzelnen Direktvermarkter wie Milch, Joghurt und Quark gibt es Milchstuten und andere Köstlichkeiten zu probieren. Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie in Ihrem brot&butter Geschäft vorbei. die Landwirte der einzelnen Betriebe freuen sich auf anregende Gespräche mit Ihnen. Und bescheren Ihnen gerne gute Geschmackserlebnisse.

Aus der 12-teiligen Internet-Doku der Mawi-Medien sehen Sie hier Teil 1

Neben Bernd Kück von Kücks Milchhof Weitere Vorzugsmilch-Betriebe sind der Milchhof Lerf, der die Manufactum brot&butter Filiale in München regelmäßig mit frischer Vorzugsmilch beliefert. Auf der Grünen Woche 2017 wurden die Allgäuer für ihre Vorzugsmilch in Heumilch-Qualität ausgezeichnet: Bayerns beste Bio-Produktewir berichteten.

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Auch der Vorzugsmilchhof Weidenhof in Wächtersbach engagiert sich für Direktvermarktung in höchster Qualität. Gemeinsam mit ihrem Mann Achim bewirtschaftet Claudia Müller nicht nur den Betrieb, sondern engagiert sich auch agrarpolitisch für eine zukunftsfähige regionale Landwirtschaft. Sie ist unter anderem Vorsitzende des BMV-Vorstandes. Sie beliefern seit Jahren die Manufactum brot&butter Filiale in Frankfurt.

Der Völkleswaldhof beliefert die Manufactum brot&butter Filiale in Stuttgart. Die Familie Frey ist u.a. durch das SWR-TV-Format “Lecker aufs Land” berühmt geworden. Der Vorzugsmilch-Betrieb, hier im Hofporträt, bewirtschaftet seinen Hof nach Demeter-Richtlinien, die Vorzugsmilch wurde auf der diesjährigen Slowfood Messe ausgezeichnet als “Marktheld 2019”.

Familie Frey Voelkleswaldhof

In der brot&butter Filiale in Waltrop ist die pasteurisierte Landmilch vom Hof Billmann seit Jahren eine feste Größe. Heiner Billmann bewirtschaftet mit seiner Frau und Kindern zusammen einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit 50 Milchkühen in Waltrop und vermarkten einen Großteil ihrer Produkte direkt. Neben Trinkmilch produzieren sie Joghurt und Quark.

Hier geht es zu Website des Milchhof Billmann

Die Manufactum brot&butter Läden in Köln und Düsseldorf werden seit der Betriebsaufgabe des Vorzugsmilchhofes Deselaers vom Hielscher Hof beliefert. Der Milchviehbetrieb Hielscher Hof produziert und vermarktet zudem unter der Marke Witzheldener Bauerkäse mit großem Erfolg seinen eigenen Käse. Sein Motto: Mit der Kuh per Du.

1. Hamburger Käsemarkt “de Kees” am 26. Mai 2019

Der wunderbare Hamburger Vorzugmilchbetrieb Milchhof Reitbook präsentiert sich auf dem ersten Hamburger Käsemarkt “de Keek” zusammen mit dem BMV. An einem gemeinsamen Stand bieten sie Milch, Joghurt und Käse zum Probieren und zum Verkauf an.
Datum: Sonntag, 26.05.2019
Uhrzeit: 10:00 – 17:00 Uhr
Ort: Hobenköök im Oberhafen,
Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Preis (EUR): 3,– Euro / Kinder frei

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Der erste Hamburger Käse Markt wird rund um die Hobenköök im Hamburger Oberhafen stattfinden. Über 25 Käserinnen und Käser, sowie Affineure bieten Käse aus der Milch von Büffel, Ziege, Kuh und Schaf an. Sie können die wahrscheinlich grösste Auswahl an handwerklich hergestellten norddeutschen Käsen geniessen. Ein ausgesuchtes Rahmenprogramm mit verschiedenen Geschmackserlebnissen, eine Käseschule, unsere beliebte Kinderkäsestrasse (die viele vielleicht noch vom Freilichtmuseum am Kiekeberg kennen) und ein Podiumsgespräch zum Thema : Kinder können Kochen (begleitet von den kochenden Schülern der St. Pauli Gesamtschule) bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten für die ganze Familien. Sie werden sich über die Qualität von hochwertiger Milch, frischer Bio Butter und unbehandelten Magerquark informieren können. Auch wird uns Ursula Heinzelmann, eine ausgewiesene Expertin in Sachen Käse und Wein, verschiedene Käse und ihre Geschichte vorstellen. Natürlich mit dazu passenden Weinen. Schauen Sie immer mal wieder auf die Slowfood-Seite, diese wird fortlaufend ergänzt.
Quelle: Slowfood vor Ort

Der Käse vom Milchhof Reitbook wurde 2017 beim Deutschen Käsepreis ausgezeichnet (link).

Vorzugsmilch vom Völkleswaldhof Slow Food “Marktheld 2019”

Ausgezeichneter Auftritt des BMV-Mitgliederbetriebs Völkleswaldhof auf der Slow Food Messe 2019! Mit dem Titel “Marktheld 2019” zeichnet die Vereinigung, die sich für “gute, saubere und faire” Lebensmittelerzeugung einsetzt, den Demeter-Betrieb aus.

Anja und Pius Frey bewirtschaften den Hof im Naturpark Schwäbisch-fränkischer Wald als Pächter. Sie sind einer der wenigen Vorzugsmilchbetriebe bundesweit, setzen auf regionale Verbundenheit in Bio-Qualität und wesensgemäßen Umgang mit ihren Tieren. Die Familie Frey und ihre MitarbeiterInnen pflegen den intensiven Austausch mit den Kunden und praktizieren – ebenso wie die beiden Demeter-Höfe “Stolze Kuh” in Brandenburg und “Hofgut Rengoldshausen” am Bodensee muttergebundene Kälberaufzucht.

Jahrelang organisierten der BMV und Slow Food bereits gemeinsam Milchverkostungen, um engagierte, kritische Verbraucher die geschmacklichen Unterschiede zwischen naturbelassener und industriell verarbeiteter Milch nahe zu bringen. Beispiele sind unter anderem Milchverkostungen im Rahmenprogramm der Slow Food Messen und eine in dieser Form bis heute einzigartige Querverkostung von Vorzugsmilch (gemeinsam mit Geschmackstage Deutschland e.V., s. link)

Wie gut solche Aktionen beim Publikum ankommen, hat Anja Frey auf der Slow Food Messe 2019 erneut erlebt: “Es gab viele Kundengespräche und nette Milchverkostungen. Besonders beliebt ist ja unsere Aktion: Wer schmeckt den Unterschied zwischen Vorzugsmilch, past. Milch, ESL-Milch und H-Milch.” Geschmacksbildung ist eben auch immer Geschmacksprägung! Und Milch, das konstatierte Slow Food Vorsitzende Dr. Ursula Hudson bereits 2014, ist “viel mehr als nur das Schäumchen auf dem Cappucchino”.

Guter Geschmack, Austausch und Transparenz sind zentrale Säulen in der handwerklichen Lebensmittelerzeugung. Doch in Bezug auf die unverhältnismäßg starke Betonung der Risiken beim Verzehr von Rohmilchprodukten, kommt der wissenschaftlichen Analyse und Einordnung in das Verhältnis von gesundheitlichen Vorteilen und Risiken eine zentrale Bedeutung zu. Rohmilch-Experte Prof. Dr. Ton Baars, der mit Milk & Health eine eigene Website zum Thema betreibt, steht in regelmäßigem Austausch mit den engagierten Rohmilch-Bauern und baut an diesem beispielhaften Bio-Betrieb eine Brücke zwischen Wissenschaft und Verbrauchersouveränität.

Slow Food hat im Nachgang der diesjährigen Messe ein schönes Interview mit Anja Frey geführt. Hier ein Auszug, auf die Frage, warum sie muttergebundene Kälberaufzucht betreiben: (…) “Elternzeit für unsere Kühe” – das bedeutet, dass alle unsere Milchkühe Mütter sein dürfen und ihre eigenen Kälber säugen und großziehen dürfen, Töchter und Söhne gleichermaßen. Wenn die Familien- und Stillzeit vorbei ist, kommen unsere weiblichen Kälber, nun Fresser genannt, in einen gleichaltrigen Herdenverband. In etwa drei Jahren werden sie zu stattlichen Milchkühen. (…)” Das an dieser Stelle (link) auf der Slow Food Seite verlinkt ist.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Anja und Pius Frey, und weiterhin alles Gute für euch und eure Arbeit!

Das BMV-Hofporträt über den Völkleswaldhof können Sie hier lesen.

Bio gewinnt. Hofgut Rengoldshausen im neuen STERN Nr. 18

“Früher wurden sie belächelt, heute sind sie die Helden.” So beginnt ein groß aufgemachter Beitrag im neuen STERN, in dem auch über das BMV-Mitglied Hofgut Rengoldshausen am Bodensee berichtet wird. Mechthild Knösel, die auf dem Tietelbild lachend mit Mistgabel in der Hand zu sehen ist, ist für die Tiere verantwortlich. Der Hof, der liebevoll kurz Rengo genannt wird, wird von Mechthild und Markus Knösel und einem großen Team nach Demeter-Richtlinien bewirtschaftet. Mechthild gibt Seminar in Low Stress Stockmanship und gilt als Pionierin der muttergebundenen Kälberaufzucht.

Veranstaltungshinweis: Am 17.7.2019 findet auf dem Hofgut ein Praktikertag statt rund ums Milchvieh:
Ein Auszug aus dem Veranstaltungs-Flyer (das PDF haben wir hier hinterlegt):
190430_DEM_Praktikertag_Milchvieh_Ansicht
“Wir laden Landwirt*innen und Interessierte herzlich zum Praktikertag rund ums Milchvieh ein! Ein vielfältiges Programm mit Weidebegehungen, praktischen Vorfüh- rungen am Tier, Stallrundgängen, Vorträgen, Dialogen und gemeinsamem Austausch:
Der Tag ist in Themenposten aufgeteilt.
Alle Besucher*innen können sich so ein individuelles Programm zusammenstellen.”

“Die aktuelle Ausgabe des stern Nr. 18, 25.04.2019💥
Biohofgut Rengoldshausen am Bodensee
Es war ein leiser Sieg, fast unbemerkt. Auch deshalb erinnert sich Mechthild Knösel so gern daran. Irgendwann jedenfalls fiel ihr das Handwerkerauto
auf, das immer um die Mittagszeit vor der alten Scheune stand. Dann sah sie den Fahrer, einen Elektriker im Blaumann. Er kaufte im Hofladen ein Wurstbrot für die Mittagspause.
„Das war der Moment, als ich wusste: Wir gewinnen“, sagt Knösel. „Der Mann hätte auch ins nahe Café beim Baumarkt gehen können. Aber er kommt lieber zu uns, zu den Ökos.“ Noch vor wenigen Jahren war der Hofladen im Keller versteckt. Heute prangt an der Zufahrt zum Gut ein großes Schild, der Laden ist ins Erdgeschoss umgezogen, mit großen Schaufenstern und stolzer Auslage. Im Sommer kommen 6000 Leute zum Hoffest. Über 1200 Kunden haben die Grüne Kiste💚 mit Obst, Gemüse, Salaten und Kräutern abonniert…”
Und hier haben wir den Online-Version des Artikels im STERN 18/2019 verlinkt.

In einem Hofporträt (s. Link) haben wir den Betrieb bereits vorgestellt.

Auch im Slow Food Magazin wurde bereits über den Ansatz der muttergebundenen Kälberaufzucht berichtet.

Hier geht’s zur Seite vom Hofgut Rengoldshausen.

Der SWR berichtet über den Betrieb in einer 45 minütigen Reportage. Hier geht’s zum Bericht.

Hofporträt Stolze Kuh: Vom Cowgirl zur Ökobäuerin in Brandenburg

In einem kleinen Dorf nahe der polnischen Grenze, 1,5 Stunden nord-östlich von Berlin, befindet sich ein kleiner Hof mit großem Herz und unbedingtem Willen. Die Betreiber wollen nicht weniger als das Beste für das Land, ihre Tiere und für die Menschen, für die sie ihre Lebensmittel herstellen. Ihre Herde – so bunt wie ihr Konzept. Auf den Naturschutzflächen des Nationalparkvereins Unteres Odertals weiden 120 Rinder alter Zweinutzungsrassen, darunter auch die Bullen. Gemolken wird auf der Weide, und die Kälber trinken bei Ammen, im Winter wird nur Heu gefüttert.

Anders wirtschaften

Der Hof der jungen Landwirte ist aus vielen Gründen ein besonderer:
Anja und Janusz Hradetzky lernten sich im Rahmen ihres Studiums an der HNEE (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde) kennen. Nach einer kleinen Odyssee und Explorationsphase starteten die beiden – frisch verheiratet – 2014 ohne Geld, ohne Land, und ohne Kühe in ein unternehmerisches Abenteuer ungewissen Ausgangs. Sie verkauften Kuhanteile an Unterstützer, um den Erwerb der Tiere zu finanzieren, und gehen auch sonst viele ungewöhnliche Wege in der ökologischen Landwirtschaft.
2018 wurde Anja Hradetzky als „Grüne Gründerin“ ausgezeichnet, 2019 erschien ihr Buch „Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste und ohne Geld und Land zur Bio-Bäuerin wurde“ (DuMont Reise Verlag, 2019).
Wesensgemäße Viehhaltung auf Naturschutzflächen, handwerkliche Milchverarbeitung und Direktvermarktung zeichnen den ökologischen Ausnahme-Betrieb aus.

Die Stolzen Kühe der Öko-Landwirte Anja und Janusz Hradetzky weiden auf Naturschutzflächen des Nationalparkvereins Unteres Odertal bei Lunow-Stolzenhagen.
Das Wesen der Kuh achten. 24/7 – das ganze Jahr über, durch alle Gezeiten und in allen Bereichen.

Interview mit Anja Hradetzky, Demeter-Ökobäuerin, Aktivistin und Buchautorin

Anja, ihr habt mittlerweile zwei Kinder. Du bist politisch viel unterwegs und engagierst Dich in diversen Netzwerken und für die naturverträgliche Weiterentwicklung eurer Region. Dazu die Arbeit auf dem Hof und der Direktvermarktung. Wann hast Du denn bitte noch die Zeit gefunden, ein Buch zu schreiben?
(lacht) Ganz ehrlich? Fast nur nachts. Da unser jüngster Familienzuwachs anfangs ohnehin nachts viel wach war, habe ich mir diese Not zunutze gemacht. Außerdem hatte ich mit Hans von der Hagen einen tollen Co-Autor, der mich echt verstanden hat und so tief in mein Leben eingetaucht ist, dass es toll gekappt hat mit dem gemeinsamen Schreiben. Eine irre Erfahrung.

Wie kam es denn zu dem Buch?
Der DuMont Verlag hat sich gemeldet, nachdem ein Artikel in der Süddeutschen über mich erschienen war, der die Überschrift trug: Vom Aldi-Kind zur Ökobäuerin (Süddeutsche Zeitung, 27. Juli 2016). Die haben vermutet, dass da noch mehr Geschichten drin sind.

Sie hatten recht! Das Buch liest sich so spannend, es ist es ein „page-turner“. Ich habe es in einem Schwung durchgelesen und kann es jedem als Inspiration nur empfehlen. Wie ist es für Dich, jetzt mit diesem 340-Seiten starken Werk auf Lesetour zu sein?
Es ist schön, auf Podien und Tagungen, auf denen ich sonst politisch aktiv bin, meine persönliche Geschichte zu erzählen, es erstaunt mich, wie berührt und inspiriert die Menschen sind.Das tut mir gut und gibt viel Kraft. Klar ist es ein Auf und Ab, aber es lohnt sich.

Ihr lebt ein besonders außergewöhnliches Konzept mit euren Stolzen Kühen. Wie seid ihr momentan denn aufgestellt?
Wir schlachten aktuell alle zwei Wochen, unser Absatz hat sich verdoppelt. Mehr als 180l /Tag Milch können wir aktuell kaum bewältigen, dafür müsste dringend ein größerer Kessel her. Wir haben weitere Engpässe, auch unsere Abfüllmöglichkeiten und die Lüftung müssen optimiert werden. Doch wie Du Dir denken kannst, müssen wir unsere Investition schrittweise denken. Ein neuer Kessel kostet 30.000 Euro.
Eine Freundin ist zwischenzeitlich eingestiegen, sie ist Käserin und dazu sehr unternehmerisch eingestellt. Eine Mitarbeiterin, die sich komplett selbst organisiert, das ist toll. Wir brauchen mehr von solchen Leuten. Insgesamt haben wir jetzt sechs Angestellte, meist in Teilzeit. Das mit der Teilzeit hat auch den Grund, dass wir so krankheitsbedingte Ausfälle besser kompensieren können.

Den Aufbau eurer Käserei habt ihr über Crowdfunding finanziert…
Ja, das hat zum Glück gut funktioniert, weil wir aus unserer Anfangszeit bereits eine treue Schar von Unterstützern hatten und ein großes Netzwerk engagierter Menschen pflegen. Es ist so toll, unseren eigenen Rohmilchkäse herstellen zu können. Seit uns die Gläserne Molkerei gekündigt hat, da sie künftig keine Kleinstbetriebe und keine Produktionsüberhänge mehr abnehmen, ist das auch zwingend nötig. Wo sollten wir sonst mit der tollen Milch hin? Wir haben eine Super-Qualität, da die Kühe auf der Weide gemolken werden und so viel Platz haben, dass sie sich – im Gegensatz zu engen Ställen – nie in ihren eigenen Mist legen würden. Das Melken auf der Weide mag einigen Leuten suspekt sein, weil es ungewöhnlich ist, wir sehen darin jedoch viele Vorteile für die Tiere, sie können wesensgemäß in ihrer Herde leben, und das wirkt sich auch auf die Qualität der Milch aus.

Das was wir produzieren, geht wirklich gut weg. Wir verkaufen viel Rohmilch-Quark und Joghurt, auch unser Frischkäse hat nach 3 Wochen einen spannenden Punkt erreicht zwischen Mild und charakteristisch würzig. Vom gereiften Hartkäse könnten wir eher noch mehr verkaufen als wir haben. Der braucht einfach 1,5 Jahre… Für diesen momentanen Engpass habe ich den Käse vom Klostergut Heiningen dazu genommen, das ist bei Braunschweig. Die beiden gerade einsteigenden Junglandwirte, Frieda und Theo Degener, sind in unserem Alter. Sie bewirtschaften auch nach Demeter-Richtlinien, halten Bullen und Ammen und betreiben eine Demeter-.Das passt so gut. Von dem Austausch untereinander profitieren wir beide.

Wie habt ihr euch kennengelernt, Du und Frieda?
Das war, als wir beide schwanger waren. Wir konnten ja weniger machen, nicht mehr alleine melken, nicht schwer heben oder ähnliches, und haben in der Zeit beide Kälber gezähmt.
Und heute? Wie läuft es denn jetzt mit der Direktvermarktung eures Käses und eures Fleisches?
Wir haben unseren Hofladen 1x pro Woche für zwei Stunden geöffnet. Damit sind die Leute hier aus dem Ort und der umliegenden Nachbarschaft versorgt.
Der Rest unserer Produkte geht nach Berlin, wir beliefern derzeit 10 Marktschwärmereien in Berlin, davon allein zwei in Kreuzberg, mit Joghurt, Quark, Eiern und Fleisch. Hier gehts zu den Marktschwärmern (link)
Für die Voll-Versorger hatten wir mit der SoLaWi angefangen, das hat aber nicht funktioniert, also wir haben es wieder gestoppt. Jetzt setzen wir auf Sammelbesteller – so ist steht der Ertrag im Verhältnis zum Aufwand mit Verpackung und Auslieferung. Wir können einfach nicht alle Rinder-Wiener einzeln verteilen.

Im kleinen Hofladen in Lunow-Stolzenhagen versorgen sich Anwohner aus dem Dorf und Nachbargemeinden. Auch online kann man die Produkte bestellen – oder über ausgewählte Marktschwärmer-Verkaufspunkte in Berlin.

Die Marktschwärmereien sind eine tolle Ergänzung für Direktvermarkter. Das klingt sehr gut – und praktikabel. Wer gehört noch zu euren Kunden?
Toll finde ich, dass auch einige Bürogemeinschaften in Berlin bei uns bestellen. Die bestellen zusammen zu sich auf die Arbeit und verteilen die Lebensmittel vor Ort. Das dürfte gern noch weiter Schule machen.

Euer Leben ist voller Herausforderungen, ihr seid zwar erfolgreich in dem, was ihr tut und wie ihr es tut, steht aber immer noch ziemlich am Anfang. Was macht Dir am meisten Freude?
Vermarktung ist mein Ding, das macht mir schon Spaß, aber ich will und brauche das ganzheitliche Konzept. Daher finde ich es auch so toll, dass wir die Hühner-Mobilstall dazu genommen haben und zusätzlich zu unserem Milchprodukten und dem Fleisch auch Demeter-Eier vermarkten können. Unsere Hühner sind eine Zweinutzungsrasse, das heißt, sie legen weniger Eier und auch ihr Fleisch können wir vermarkten.
Da für uns im Zentrum unseres Umgangs mit den Tieren steht, „das Wesen der Kuh zu achten“, gebe ich mein Wissen in Los Stress Stockmanship sehr gern in Seminaren weiter und tausche mich mit Kolleg*innen über alternative Haltungsformen aus. Kennengelernt habe ich diese Methode in meiner Zeit in Kanada bei meiner damaligen Gastgeberin und Mentorin Kelly. Sie lehrte mich, eine Herde allein mit Körpersprache und ruhiger Bestimmtheit zu lenken. Auf der Nachbar-Ranch kämpften sich damals 5 schreiende, staub aufwirbelnde Cowboys an ihrer Herde ab. Der Unterschied war eklatant, ich wollte es fortan so machen wie Kelly.

Wo geht es für euch hin, in welche Richtung möchtet ihr euch weiter entwickeln?
Wir sind an einem spannenden Punkt für die weitere Entwicklung. Die Fleischvermarktung funktioniert super, der Schnittkäse ist – im Rahmen natürlicher handwerklicher Abweichungen von Charge zu Charge – stabil.
Der Joghurt ist eine tolle Bereicherung und lohnt sich echt für uns. Das wir aus unserer Rohmilch so leckeren Frischkäse und Quark machen können, ist großartig. Gleichzeitig möchten wir in Zukunft auch unsere Rohmilch vermarkten, und das funktioniert nur über eine Vorzugsmilch-Zulassung. Das ist definitiv ein Ziel. Derzeit suchen wir eigene Hofstelle in der Uckermark, haben zwei Ställe und eine Halle in Aussicht. Drückt uns die Daumen.

Vielen Dank für das Gespräch und euch weiterhin alles, alles Gute für euch!

Aufzeichnung des Gesprächs: Kirsten Kohlhaw (die auch die Fragen stellte)
alle Fotos (c) Ökohof Stolze Kuh

Kontakt zu den Stolzen Kühen

Landwirtschaftsbetrieb Janusz Hradetzky
Weinbergstr. 6a, 16248 Lunow-Stolzenhagen
https://stolzekuh.wordpress.com
https://www.facebook.com/stolzekuh/
Telefon: 033365 / 71 987 (Wenn Anja und Janusz gerade bei den Kühnen sind, gerne auf den Anrufbeantworter sprechen!)
1x pro Quartal gibt es einen Infobrief. Hier kann man sich eintragen.

Weitere Lese-Termine:
6.4.2019 Baumhaus Berlin, mit Käse-Workshop. Mehr zum Event auf Facebook (link)
10.4. Meiningen – Ort und Uhrzeit folgt
8.5. Dresden – Ort und Uhrzeit folgt
11.5. Stolpe, 15h, Fuchs und Hase.

“Regio-Pioniere”: Über Regionen die Welt bewegen

Pressemitteilung | Aktionsbündnis “Tag der Regionen”
Borgentreich, 11. März 2019

Zur 20-jährigen Erfolgsgeschichte des Tag der Regionen erscheint die Jubliäumsbroschüre „RegioPioniere“
Der Tag der Regionen: 20 Jahre. 20 000 Aktionen. 20 Millionen Besucher. Deutschlandweit. Über Regionen lässt sich die Welt bewegen heißt der Titel der Jubiläumsbroschüre „RegioPioniere“, in der das Aktionsbündnis nun seine „Best ofs“ aus den letzten 20 Jahren präsentiert.

Denn der Tag der Regionen hat viel bewegt seit seiner 1. Auflage im Jahr 1999. Die Jubiläumsbroschüre „RegioPioniere – über Regionen lässt sich die Welt bewegen“ illustriert die Erfolgsgeschichten von über 20 Jahren Tag der Regionen. Auf 32 Seiten werden neun langjährige Akteure des Tag der Regionen aus verschiedenen Bundesländern mit ihren Aktionen vorgestellt. Bilder und Interviews mit diesen RegioPionieren zeigen eindrucksvoll die Motivationen und Ziele, Highlights, aber auch die Veränderungen, die die Akteure in ihren Regionen sehen.

Seit dem ersten Aktionstag „Tag der Regionen“ vor 20 Jahren müssen sich die Akteure mittlerweile mit vielen neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Regionalität ist kein exotischer Begriff mehr, sondern in aller Munde. Glaubwürdige Regionalprodukte dafür noch lange nicht auf jedem Teller. Wertvolle Aufklärungsarbeit, wie sie die vielen und vielfältigen Akteure des Tag der Regionen an der Basis betreiben, ist daher nach wie vor unerlässlich. Unter dem Motto „Weil Heimat lebendig ist“ sind auch in diesem Jubliäumsjahr wieder alle Akteure aufgerufen, mit Aktionen zum Tag der Regionen Deutschland zu bewegen und für Chancen und Potenziale regionaler Wirtschaftskreisläufe in einer globalisierten Welt zu werben. Der Aktionszeitraum erstreckt sich vom 27.09.2019 bis zum 13.10.2019, mit dem Kerntag am Erntedanksonntag, dem 6. Oktober.

Die Broschüre „RegioPioniere“ bietet neben Erfolgsgeschichten auch Inspiration und Organisationshilfen für Akteure, die Tipps und Anregungen für Ihren Tag der Regionen suchen. „RegioPioniere – über Regionen lässt sich die Welt bewegen“ kann auf der Website des Tag der Regionen bestellt werden unter https://www.tag-der-regionen.de/mitmachen/werbe-und- infomaterialien/bestellformular.html
Aktionsbündnis “Tag der Regionen” www.tag-der-regionen.de

Pressekontakt
Aktionsbündnis Tag der Regionen, Vera Prenzel, Zur Specke 4 · 34434 Borgentreich
Tel. 05643-949870, Fax 05643-948803
E-Mail: bund-nord(at)tag-der-regionen.de
Internet: www.tag-der-regionen.de
Facebook: www.facebook.com/TagderRegionen

Info

Aktionsbündnis „ Tag der Regionen“
Der dezentrale Aktionstag „Tag der Regionen“ ist deutschlandweit seit über 20 Jahren die bedeutendste Veranstaltungsplattform für regionales Wirtschaften. In einem mehrwöchigen Aktionszeitraum rund um das Erntedankfest macht der Tag der Regionen in Hunderten von Projekten, Veranstaltungen, Festen, Ausflügen, Märkten und anderen Events die Stärken der Regionen in Deutschland sowie die wertvollen Akteure regionaler Wirtschaftskreisläufe sichtbar. Mit über 1000
Aktionen pro Jahr ist der „Tag der Regionen“ das größte dauerhafte Projekt des Bundesverbandes der Regionalbewegung e.V., der 2005 aus dem Aktionsbündnis „Tag der Regionen“ entstand. Mehr Infos unter: www.tag-der-regionen.de

Der Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
2005 aus dem Aktionsbündnis Tag der Regionen gegründet, versteht sich der Bundesverband der Regionalbewegung e.V. als Dachverband für die vielfältigen Akteure regionalen Wirtschaftens, die zu einer erfolgreichen und nachhaltigen Regionalentwicklung und der Stärkung ländlicher Räume beitragen. Als Kompetenznetzwerk für Regionalität bündelt der BRB vielfältige Aktivitäten einer
regionalen nachhaltigen Entwicklung, unterstützt und vernetzt zahlreiche vorhandene Akteure durch weitere Impulse und leistet wichtige Lobbyarbeit für die Stärkung ländlicher Räume. Mit dem Projekt „Tag der Regionen“ schafft er jährlich eine öffentlichkeitswirksame Plattform für regionale Zukunftsinitiativen und –strömungen. Mehr Infos unter: www.regionalbewegung.de

Vorzugsmilch vom Weidenhof erhält Auszeichnung der LAND & GENUSS Trophy 2019

PRESSEMELDUNG, Berlin/Dohren 20.2.2019 | Eine fachkundige Jury aus prominenten Vertretern Frankfurts (Gastronomie, Handel und Medien) hat im Februar regionale Produkte verkostet und die Sieger gewählt. Die Vorzugsmilch des Weidenhofs in Wächtersbach zählt zu den Siegern und wird auf der diesjährigen Messe besonders geehrt.

Die öffentliche Preisverleihung mit Überreichung der Urkunde findet am Freitag, 22. Februar 2019 um 13:30 Uhr im Rahmen der LAND & GENUSS auf dem Messegelände in Frankfurt statt. Der DLG- Hauptgeschäftsführer, Dr. Grandke, wird die Ehrung vornehmen. Claudia Müller vom Weidenhof in Wächtersbach wird die Urkunde vor Ort entgegen nehmen. (Update vom 22.2.2019, 14:00h | Fotos von der Übergabe der Urkunde finden sich am Ende des Beitrags)

Messebesucher haben die Gelegenheit, alle ausgezeichneten Produkte am Trophy-Stand zu verkosten. Hier können sich Messebesucher über die Siegerprodukte und Hersteller informieren, von denen viele mit eigenen Ständen vertreten sind. Natürlich präsentiert der Weidenhof neben seiner ausgezeichneten Vorzugsmilch weitere Milchprodukte aus seinem Sortiment. Alle Erzeugnisse werden handwerklich in der eigenen Hofmolkerei produziert und verpackt und von den Betreibern direkt regional vermarktet. Der Weidenhof im Main-Kinzig-Tal betreibt seit 23 Jahren die Direktvermarktung seiner Milch und Milchprodukte.

Als Landmarkt-Betrieb kooperiert der Weidenhof mit dem regionalen Lebensmitteleinzelhandel. Der Weidenhof hat heute fast 40 Mitarbeiter, beliefert regelmäßig über 550 Haushalte, betreibt seit 2007 einen eigenen Hofladen. Neben Fleisch und Milchprodukten der eigenen Tiere werden hier auch regionale Produkte ausgewählter Partnerbetriebe verkauft.
Vorzugsmilch ist die Verkehrsbezeichnung für naturbelassene Milch, die nach dem Melken lediglich gefiltert, gekühlt und abgefüllt wird. Nur Betriebe mit einer speziellen Zulassung dürfen Rohmilch als Vorzugsmilch in den Handel bringen. Der Weidenhof ist der einzige Vorzugsmilchbetrieb im Bundesland Hessen.

Kontakt: BMV e.V. | Bundesverband der Milchdirektvermarkter und Vorzugsmilchproduzenten. Up’n Saal 7, 21255 Dohren |presse@milch-und-mehr.de, www.milch-und-mehr.de
Geschäftsstelle: Antje Hassenpflug, GF, 04182. 291 80 01.

Die Land und Genuss ist die Erlebnismesse der DLG. Sie findet jährlich im Februar in Frankfurt statt. Für alle Fragen rund um Land und Genuss-Trophy: trophy@landundgenuss.de
https://www.landundgenuss.de/land-und-genuss-trophy/
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BMV_PM_Weidenhof-Trophy_LuG_20022019
Ein ausführliches Hofporträt über den Weidenhof finden Sie hier.

UPDATE | Bilder von der Prämierung am 22.2.2019 zur freien Verwendung.

Sensorik Plakate für Milchverkostung

Plakate für sensorische Verkostung von Milch und Milchprodukten (hier:Joghurt) zum kostenlosen Download finden Sie am Ende dieses Beitrags. Sollten Sie für Ihre Arbeit eine größere Auflösung wünschen, wenden Sie sich bitte an presse(at)milch-und-mehr.de . Gern unterstützen wir Sie in Ihrem Vorhaben und senden Ihnen auf Anfrage die entsprechenden Dateien zu.

Die moderierte Verköstigung von Milch und Milchprodukten nimmt in der Arbeit des BMV eine wichtige Rolle ein. Seit Jahren führt die bundesweit agierende Interessenvertretung direktvermarkternder Milchbauern Erlebnisverkostungen durch. Eine zentrale Rolle spielen bei diesen Verkostungs Veranstaltungen natürlich die Mitgliederbetriebe des BMV. Ihre tägliche Arbeit und ihre Produkte bilden die Basis jedes Austauschs über die Relevanz von regionaler Vielfalt, Qualität und Verbrauchersouveränität.

Dort, wo noch Vorzugsmilchbetriebe aktiv sind, steht auch immer das Thema Erhalt von hochwertigen Frischeprodukten wie Vorzugsmilch im Fokus. Denn nur die zertifizierte Rohmilch liefert das Optimum an Verbrauchersicherheit und ernährungsphysiologischer Fülle. Denn die Vorzüge der Rohmilch gehen bei jeder Erhitzung verloren, und sei sie noch so schonend. Partner wie niederländische Milchwissenschaftler Prof. Dr. Ton Baars haben diese Zusammenhänge auf der Website Milk&Health dargelegt.

Gemeinsam mit Partnern wie Slow Food Deutschland e.V. und Geschmackstage e.V. arbeitet der BMV kontinuierlich daran, Themen wie Wertschätzung für natürlich, handwerklich und traditionell hergestellte Lebensmittel und deren regionale Wertschöpfung zu verbreiten. Geschmacksbildung ist Geschmacksprägung und umgekehrt. Was wir essen, bestimmt unsere geschmackliche Palette. Und nur was wir bewusst probieren, können wir (wieder) entdecken.

Wir laden Sie ein zum bewussten Hinschmecken. Unterstützen auch Sie die Landwirte in Ihrer Region.